Honor MagicPad 4 im ausführlichen Test: Schlank, hell, schnell – aber nicht perfekt


Das Honor MagicPad 4 tritt mit ambitionierten Specs an: Nur 5,2 Millimeter Gehäusestärke (an der dicksten Stelle 7 mm durch die Kameraeinheit) und ein Gewicht von lediglich 456 Gramm bei einer Displaydiagonale von 12,3 Zoll. Das sind beeindruckende Werte für ein Tablet dieser Größenklasse. Die Maße betragen 27 x 18 Zentimeter, was das Gerät trotz des geringen Gewichts eher unhandlich macht – einhändige Bedienung ist möglich, aber das Tablet liegt typischerweise auf dem Tisch. Das Metallgehäuse macht einen robusten Eindruck; Kratz- und Drucktests überstand es ohne sichtbare Schäden.

Display: Neuer Spitzenwert bei Helligkeit
Der OLED-Bildschirm löst mit 5,76 Millionen Pixeln auf – das entspricht keiner exakten Standardauflösung, aber die Pixelmenge auf 12,3 Zoll ergibt eine scharfe Darstellung. Entscheidender ist die gemessene Maximalhelligkeit: 2.652 cd/m² – laut Testlabor ein neuer Bestwert für Tablets. Damit bleibt das Display selbst bei direkter Sonneneinstrahlung gut ablesbar. Die OLED-Technologie erlaubt zudem einen nahezu unendlichen Kontrast, da jedes Pixel einzeln geschaltet wird.

Leistung: Snapdragon 8 Gen 5 mit Adreno 829
Unter der Haube arbeitet der Qualcomm Snapdragon 8 Gen 5, ein erst Ende 2025 vorgestellter Hochleistungs-SoC. Begleitet wird er von 12 GB Arbeitsspeicher und wahlweise 256 GB oder 512 GB internem Speicher – eine microSD-Erweiterung ist nicht möglich. Im Geekbench-Benchmark erreichte das MagicPad 4 8.365 Punkte, ein Wert, der anspruchsvolle Workloads wie Bildbearbeitung in Photoshop oder Videobearbeitung mit Power Director flüssig bewältigt. Die Bedienverzögerung beträgt minimal 16 Millisekunden, was einer nahezu Echtzeit-Reaktionsfähigkeit entspricht. Die Plattform Turbo X – eine KI-gestützte Ressourcenverwaltung auf Basis von Android 16 und MagicOS 10 – sorgt für konstante Performance auch bei vielen geöffneten Apps.

Kameras: Überraschend gut für ein Tablet
Die rückseitige 13-Megapixel-Kamera liefert bei Tageslicht scharfe, detailreiche Aufnahmen mit einer Auslöseverzögerung von nur 12 Millisekunden. Bei schlechten Lichtverhältnissen sinkt die Qualität spürbar, bleibt aber nutzbar. Videos sind in 4K-Auflösung (3.840 x 2.160 Pixel) mit 30 fps möglich. Die Frontkamera löst mit 8 Megapixeln auf und eignet sich für Videotelefonate bei guten Lichtbedingungen. Beide Linsen übertreffen den typischen Tablet-Durchschnitt, erreichen aber keine Smartphone-Spitzenklasse.

Akku und Ladegeschwindigkeit
Der 10.100-mAh-Akku ermöglicht eine Dauernutzung von knapp acht Stunden – ein solider, aber nicht herausragender Wert. Die Ladeleistung beträgt maximal 38 Watt: Nach einer Stunde sind 56 Prozent erreicht, nach gut zwei Stunden ist der Akku vollständig geladen. Pro Lademinute erhält der Nutzer im Schnitt vier Minuten Betriebszeit.

Ausstattung und Konnektivität
Das Tablet unterstützt Wifi 7 (bei passendem Router) und Bluetooth 5.4. Eine 5G-Version bietet Honor nicht an. Die Gesichtserkennung zum Entsperren arbeitet schnell und zuverlässig. Optional werden ein Tastatur-Cover und ein Stift angeboten, zum Marktstart jedoch nur im Paket. Preise (UVP): 256-GB-Tablet allein 599 Euro; 256 GB mit Tastatur und Stift 649 Euro; mit zusätzlichen MouseBuds (Maus + In-Ear-Kopfhörer) 699 Euro; 512-GB-Version ausschließlich im Komplettpaket für 799 Euro.

Fazit
Das MagicPad 4 ist ein technisch hochwertiges Tablet mit Bestwerten bei Helligkeit und einer sehr guten Performance. Schwächen sind die fehlende 5G-Option, der nicht erweiterbare Speicher und die durchschnittliche Akkulaufzeit. Insgesamt ein empfehlenswertes Gerät, das die Note „sehr gut“ nur knapp verfehlt.

>>>>>>>>>>>>>>>>>>Akku für Honor MagicPad 13 GDI-W09


Tag:Honor MagicPad 4,

2026-05-26 19:54:51