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Kategorie: Tipps und Hinweise
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Das Honor MagicPad 4 macht auf dem Papier eine hervorragende Figur: ultradünn (5,2 mm), federleicht (456 g), riesiges OLED-Display mit Rekordhelligkeit (2.652 cd/m²), aktuellster Snapdragon 8 Gen 5 und 12 GB RAM. Doch reicht das für eine uneingeschränkte Kaufempfehlung?

Die Stärken: Display, Leistung, Bauqualität
Keine Frage: Das Display ist der absolute Star. 12,3 Zoll OLED mit einer Helligkeit, die alle bisher getesteten Tablets übertrifft – das ist ein klarer Wettbewerbsvorteil. Wer viel im Freien arbeitet oder Filme schaut, wird diesen Unterschied sofort spüren. Die Performance ist ebenfalls erstklassig. Der Snapdragon 8 Gen 5 ist ein echter Flaggschiff-Prozessor, und die 12 GB RAM sind für ein Tablet dieser Klasse eher üppig. Im Geekbench erreichte das Gerät 8.365 Punkte, was bedeutet, dass selbst rechenintensive Anwendungen wie Videobearbeitung oder 3D-Spiele butterweich laufen. Die Bedienverzögerung von 16 ms ist kaum wahrnehmbar. Dazu kommt das hochwertige Metallgehäuse, das trotz der Schlankheit robust wirkt – Kratztest bestanden.

Die Kameras sind für ein Tablet überdurchschnittlich: Die 13-MP-Hauptlinse liefert bei Tageslicht detailreiche Fotos, die Frontkamera mit 8 MP taugt für Videokonferenzen. Auch die Akkuladegeschwindigkeit ist mit 38 Watt und zwei Stunden Vollladung akzeptabel.

Die Schwächen: Akkulaufzeit, Konnektivität, Speicher
Jetzt zu den Punkten, die mich stören. Die Akkulaufzeit von knapp acht Stunden unter Dauerlast ist nicht schlecht, aber auch nicht gut. Tablets der Oberklasse schaffen oft zehn Stunden oder mehr. Hier musste Honor offenbar Abstriche machen – der helle OLED und der leistungshungrige Prozessor fordern ihren Tribut. Wer das Tablet täglich mehrere Stunden nutzt, wird es jede Nacht laden müssen.

Viel schwerer wiegt das Fehlen einer 5G-Version. In einer Zeit, in der mobile Arbeit und Unterwegs-Nutzung zum Standard gehören, ist das ein echtes Manko. Honor zwingt Nutzer damit entweder zu permanentem WLAN oder zum Umweg über Smartphone-Hotspot – umständlich und akkufressend. Auch die fehlende microSD-Erweiterung ist ärgerlich. 512 GB sind zwar großzügig, aber wer viele Filme, Spiele oder RAW-Fotos speichert, könnte irgendwann an Grenzen stoßen. Ein Slot hätte dem Gerät gut zu Gesicht gestanden.

Preis-Leistungs-Verhältnis: Teuer, aber fair?
Die Preise starten bei 599 Euro für das 256-GB-Tablet solo. Das Komplettpaket mit 256 GB, Tastatur, Stift und MouseBuds kostet 699 Euro; die 512-GB-Version gibt es nur im Paket für 799 Euro. Das ist eine Hausnummer. Zum Vergleich: Konkurrenten wie das Samsung Galaxy Tab S9 oder das Apple iPad Air liegen ähnlich, bieten aber oft optional 5G. Wer auf die Extras wie Stift und Tastatur verzichten kann, spart immerhin 100 Euro. Allerdings: Ohne Tastatur ist produktives Arbeiten auf dem großen Display nur eingeschränkt möglich – und ein passendes Cover kauft man später teuer einzeln, falls überhaupt verfügbar.

Für wen ist das MagicPad 4 geeignet?

Endnote
Das Honor MagicPad 4 ist ein technisch beeindruckendes Tablet mit einem überragenden Display und Top-Leistung. Die fehlende 5G-Option und der nicht erweiterbare Speicher sind jedoch echte Ausschlusskriterien für bestimmte Nutzergruppen. Wer diese Einschränkungen in Kauf nehmen kann, erhält ein edles, schnelles und sehr helles Gerät. Alle anderen sollten auf ein Modell mit Mobilfunkmodem und microSD-Slot warten. Ich würde sagen: Ein starkes Gerät mit zwei vermeidbaren Schwächen. Die Kaufentscheidung hängt ganz von Ihren persönlichen Prioritäten ab.

>>>>>>>>>>>>>>>>>>>Akku für Honor MagicPad 13 GDI-W09